PersönlichkeitsCoaching

Coaching verstehen wir als eine Unterstützung bei der Suche nach geeigneten Mitteln und Strategien, die eigenen Ziele zu erreichen, wobei durchaus eine Stufe voran geschaltet werden kann, sich selbst über seine Ziele klar zu werden. Diese Unterstützung ist grundsätzlich ist als Hilfe zur Selbsthilfe zur Bewältigung von Anforderungen zu verstehen, denen sich Menschen gegenüber sehen. Diese Anforderungen können unterschiedlicher Komplexität sein, von einem konkreten Verhalten in einer bestimmten Situation bis hin zur Gesamtpersönlichkeit. Unser Coachingangebot fokussiert gerade auf den letzteren, also den umfassenden Persönlichkeitsaspekt. 

Unser Ziel ist es, die Persönlichkeit der Ratsuchenden zu stärken. Damit ermöglichen wir diesen, ein Potenzial aufzubauen, das sie auf unterschiedlichen Ebenen und Handlungsfeldern handlungsfähig macht.

Was ist eine starke Persönlichkeit?

Weder einem Chirurgen noch einem Pathologen ist es je gelungen, einen Körperteil freizulegen, das als Persönlichkeit (be)greifbar war. Die Persönlichkeit ist lediglich mit Hilfe von Modellvorstellungen aus den Humanwissenschaften und hier vor allem aus der Sozialpsychologie beschreibbar. Wir folgen hier dem Modell einer Interaktionistischen Identitätstheorie, also der Vorstellung, dass Identitäten sich in der Interaktion mit anderen also durch die Begegnung und Kommunikation mit anderen ausbilden. Jemand, der jeglicher Kontakte mit anderen beraubt wäre, würde nie wissen, wer und wie er ist, weil ihm die dafür erforderliche Rückmeldung der anderen fehlt.

Eine starke Persönlichkeit zeigt sich im Sinne unserer Modellvorstellungen durch eine gelungene Balance und nicht durch eine starre Position. Dabei ist Balance nicht zu verwechseln mit einem Schwanken. Eine Balance ist vielmehr ein behutsames, achtsames Vorschreiten, bei dem das persönliche Selbstbild in Waage gehalten wird mit den vielfältigen z.T. auch widersprüchlichen Ansprüchen, Erwartungen und Anforderungen des Umfeldes. Diese Balance unterscheidet sich grundlegend von einem starren Festhalten an einer einmal eingenommenen und laut verteidigten Meinung. Sie ist weit mehr als eine unverbrüchliche Haltung, die dann unweigerlich einem Zerbrechen ausgesetzt ist, wenn sich die äußeren Umstände ändern. Wer starr an seiner Position festhält und mit dem Glaubenssatz verteidigt „so bin ich nun mal und die anderen müssen mich so nehmen“, stellt sich ins Zentrum der Welt, um dieses herum sich das Geschehen zu drehen hat. Und wenn dieses Geschehen weitergezogen ist, bleibt man, wenn man nicht schon vorher zerbrochen ist, als Denkmal stehen, bis es verwittert oder auch verbittert zerfällt. Dagegen ist eine starke Persönlichkeit eine balancierende und sich auch weiterentwickelnde Persönlichkeit.

 

Woran erkennt man eine starke Persönlichkeit?

Eine Persönlichkeit ist dann stark, wenn Sie von anderen als starke Persönlichkeit empfunden und akzeptiert wird und vor allem, wenn andere ihren Einfluss nicht nur akzeptieren, sondern geradezu suchen. Eine starke Persönlichkeit wirkt nicht aufgrund äußerer Insignien, wie die einer hierarchischen Position, sie wirkt vielmehr aus sich heraus und hat natürliche Autorität.

Eine solche natürliche Autorität nährt sich aus den zentralen identitätsfördernden Fähigkeiten wie Empathie, Rollendistanz und Ambiguitätstoleranz.

Empathie zeigt sich in einem Einfühlungsvermögen in Situationen, besonders hinsichtlich der Wirkung seines Verhaltens auf andere.

Rollendistanz zeigt sich in der flexiblen Interpretation von Anforderungen aufgrund bestimmter Rollen. So gibt es z.B. eine Unmenge von Varianten einen Papa oder einen Arbeitskollegen darzustellen. Darüber hinaus sollte man es vermeiden die Rollen zu vermischen. Es ist durchaus legitim unterschiedliche Rollen unterschiedlich zu spielen.

Ambiguitätstoleranz zeigt sich darin, dass man Mehrdeutigkeiten, Widersprüche und Grauzonen erträgt und nicht nach der einen unumstößlichen Erklärung oder unverbrüchlichen Lösung schreit und sich so lediglich den Demagogen aussetzt.

 

Wie kann man eine starke Persönlichkeit entwickeln und welche Unterstützung leisten wir?

Zur Persönlichkeit werden und als Persönlichkeit wirken, bedingen sich gegenseitig. Zur Persönlichkeit werden ist ein ständiger Rückkoppelungsprozess zwischen Handeln und Reflexion des Handelns. Diesen Rückkoppelungsprozess wollen wir fördern, indem wir eine Struktur anbieten, die diesen unterstützt. Dabei versuchen wir die Möglichkeiten aufzuspüren, die die Ratsuchenden selbst haben, Akteur ihres Geschehens zu sein. Konkret helfen soll die Auseinandersetzung mit folgenden Fragen, die wir in unserem Coaching-Schwerpunkt „die Kunst Einfluss zu nehmen“ aufgegriffen haben

  • Wie baue ich Einfluss auf?
  • Wie fundiere ich meine Beiträge?
  • Mit welchen Methoden kann ich Einfluss ausüben?
  • In welchen Situationen kann ich Einfluss entfalten?
  • Auf welchen Argumentationsebenen begründe ich meine Gestaltungsideen?
  • Welches Repertoire steht mit zur Verfügung, um auf unterschiedliche Charaktere einzugehen?

Zur Unterstützung Ihrer Reflexion bringen wir zu den einzelnen Aspekten (in jeweils einem Modul) zunächst ein Experten Fazit ein und danach einen Fragenleitfaden, mit dessen Hilfe Sie ein Persönliches Fazit ziehen können.

Am besten, probieren Sie es an einem Modul einfach mal aus.

Und vorab haben Sie noch die Möglichkeit, ihr persönliches Wirkmuster, mit Hilfe dessen Sie Einfluss ausüben, kennenzulernen und zwar durch folgenden Test

www.dipewi.de